Diese Website dokumentiert die fortlaufende Forschungsarbeit zu dem Maler Philipp Klein.
Im Mittelpunkt stehen Hinweise auf das Werkverzeichnis und die Monografie, Ausstellungen, wissenschaftliche Beiträge sowie neu lokalisierte Werke aus Museums- und Privatbesitz.
Darüber hinaus entstehen Forschungsbeiträge zu weiteren Künstlern der Zeit, deren wissenschaftliche Aufarbeitung sich derzeit im Aufbau befindet. Hinweise, Dokumente und Informationen, die diese Arbeiten ergänzen können, sind jederzeit willkommen.
Ebenso besteht Interesse an wissenschaftlichem Austausch sowie an Kooperationen im Rahmen von Ausstellungen, Forschungsprojekten und Publikationen.
Philipp Klein (1871—1907)
Philipp Klein (1871–1907) war ein deutscher Impressionist aus Mannheim, der ab 1892 in München lebte und arbeitete. Als rein autodidaktischer Künstler nahm er in der damals stark akademisch geprägten Kunstwelt eine besondere Stellung ein. Dennoch fand er früh Zugang zu den progressiven Künstlerkreisen der Münchner Secession und stellte regelmäßig auf den bedeutenden Ausstellungen seiner Zeit aus. Der Münchner Galerist Franz Josef Brakl gehörte zu seinen wichtigen Förderern.
Im Umfeld der Münchener Secession entwickelte Klein einen eigenständigen impressionistischen Stil und pflegte den Austausch mit Künstlern wie Max Slevogt, Robert Breyer, Lovis Corinth und Wassily Kandinsky. Seine Werke umfassen Landschaften, Alltagsszenen, Porträts, Frauenakte und Stillleben und zeichnen sich durch eine besondere Sensibilität für Licht und Atmosphäre aus.
Ab 1903 war Philipp Klein parallel im progressiven Berlin tätig und wurde auch Mitglied der Berliner Secession. In Berlin stellte er unter anderem bei Paul Cassirer aus, der den Impressionismus in Deutschland maßgeblich förderte.
Auf dem Höhepunkt seines Erfolgs war Philipp Klein 1907 mit dem Gemälde "Vor der Redoute“ auf der Biennale in Venedig vertreten, bevor er im selben Jahr im Alter von nur 36 Jahren verstarb.
Werke des Künstlers befinden sich heute unter anderem im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover, im Lenbachhaus München, im Von der Heydt-Museum Wuppertal sowie in der Kunsthalle Mannheim.
Die Publikation
Philipp Klein. Der Impressionist aus Mannheim
Biografie und Werkverzeichnis
Erste umfassende Monografie über Leben und Werk des Malers Philipp Klein (1871–1907), basierend auf mehrjähriger unabhängiger Forschungsarbeit.
Das Werk ruft den einst erfolgreichen Künstler nach jahrzehntelangem Vergessen erstmals wieder ins kunsthistorische Bewusstsein zurück und schließt eine bislang eklatante Lücke in der kunsthistorischen Dokumentation.
Neben einer fundierten Biografie enthält die Publikation ein wissenschaftlich erarbeitetes Werkverzeichnis. Zahlreiche neue Werke konnten dabei erstmals erfasst und zugeordnet werden.
Die Arbeit bildet die Grundlage für zwei große Ausstellungen in den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim (2024/25) und dem Niedersächsischen Landesmuseum in Hannover (2025).
2021 erschienen im J. S. Klotz Verlagshaus mit freundlicher Unterstützung des Mannheimer Kunstverein.
ISBN 978-3-948968-48-9
Die Ausstellungen
Aufgetaucht - Philipp Klein im Kreis der Impressionisten
Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim (21. September 2025 bis 6. April 2026). Link zur Ausstellung.
Niedersächsisches Landesmuseum, Hannover (24. April bis 25. Oktober 2026). Link zur Ausstellung.
Die Ausstellungen „Aufgetaucht! Philipp Klein im Kreis der Impressionisten“ in den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim sowie im Landesmuseum Hannover widmen sich erstmals umfassend dem Werk des lange in Vergessenheit geratenen Impressionisten Philipp Klein (1871–1907).
Gezeigt werden rund 100 Werke des Künstlers und seines künstlerischen Umfelds, darunter zahlreiche Arbeiten, die seit mehr als hundert Jahren nicht mehr öffentlich zu sehen waren. Neben Werken aus Museumsbeständen konnten im Rahmen der Forschungsarbeit auch zahlreiche Arbeiten aus Privatbesitz lokalisiert und für die Ausstellungen zusammengeführt werden.
Die Ausstellungen basieren wesentlich auf der langjährigen Forschungsarbeit und der 2021 veröffentlichten Monografie mit Werkverzeichnis von Barbara Hofkamp, durch die Leben und Werk Philipp Kleins erstmals umfassend wissenschaftlich aufgearbeitet wurden.
Die Präsentationen in Mannheim und Hannover leisten damit einen wichtigen Beitrag zur kunsthistorischen Wiederentdeckung Philipp Kleins und seiner Einordnung in den Kreis des deutschen Impressionismus.
Das Werkverzeichnis
Die Forschung geht weiter
Das 2021 veröffentlichte Werkverzeichnis umfasst 268 Werke.
Zwischenzeitlich ist die Forschung weiter fortgeschritten, und Hinweise auf nahezu 40 weitere Werke konnten bereits gesammelt werden.
Die Forschungsarbeit wird kontinuierlich fortgeführt, mit dem Ziel, das Œuvre Philipp Kleins weiter zu ergänzen und bislang unbekannte oder verschollene Arbeiten zu dokumentieren.
Hinweise zu Werken, historischen Fotografien, Provenienzen oder archivalischen Dokumenten sind jederzeit willkommen und können einen wichtigen Beitrag zur weiteren Erforschung des Künstlers leisten. Fragen zum Werkverzeichnis beantworte ich gerne auf Anfrage.
Bildergalerie
Philipp Kleins Werke umfassen Landschaften, Alltagsszenen, Porträts, Frauenakte und Stillleben.
Die Galerie befindet sich noch im Aufbau. Alle Abbildungen ©Barbara Hofkamp